„Stadt Oppenau“

Über Jahrhunderte hinweg war Oppenau Sitz eines Gerichts - damit Stadt

Seit dem 14. Jahrhundert ist Oppenau eine Stadt Es ist ungewöhnlich und eigentlich nicht üblich, dass eine kleine Gemeinde mit weniger als 5.000 Einwohnern sich „STADT“ nennt, im Fall von Oppenau hat das aber seine Richtigkeit.
Oppenau wird 1070 erstmals im Schenkungsbuch von Kloster Hirsau erwähnt, Stadt Friedberg wird, wie eine Schenkungsurkunde vom Dezember 1299 andeutet, anfangs des 14. Jahrhunderts vom Kloster Allerheiligen gegründet.
Die beiden, nahe beieinander liegenden mittelalterlichen Orte „Dorf Noppenow“ und „Burg und Statt Friedberg“ werden im Spätmittelalter zur „Stadt Oppenau“ vereint, alsdann „Stadtgemeinde Oppenau“ genannt. Diese verliert bei Gemeindereformen 1935 allerdings diese exklusive Bezeichnung und erhält 1948 immerhin den begehrten Titel „Stadt“ wieder.

Mit der Gemeindereform 1935 verlor Oppenau den Titel "Stadt"

Im neuen Staat Südbaden erhielt Oppenau den Titel Stadt zurück

Urkunde Stadt Oppenau 1948

Die ganze Geschichte: „Stadt Oppenau“ ist somit eine Titularstadt, die formell den Titel Stadt tragen darf, sie ist eine eigenständige Gemeinde, der jedoch eine – im allgemeinen Sprachgebrauch unterstellte – größere Einwohnerzahl einer Stadt fehlt.
Die ausführliche Schilderung, dass Oppenau nahezu seit Anbeginn eine Stadt mit eigener Gerichtsbarkeit war und daher den Titel Stadt weiterhin führen sollte, können Sie hier nachlesen (6,996 MB). Dies und der Kampf der Stadt Oppenau um die schlussendlich erfolgreiche Wiedererlangung der Bezeichnung „Stadt“ in den Jahren 1935 – 1948 wird eingehend dargelegt.