. Fasent
Die Fasent besitzt in Oppenau einen hohen Stellenwert. Eine organisierte Fasent wird bereits im Jahr 1878 mit der "Fastnachts-Gesellschaft" erwähnt, 1948 wurde die "KAGESO" (Karnevalsgesellschaft Oppenau) gegründet, die am 11. November 1961 in der Narrenzunft "Oppenauer Schlappgret" aufging, die seit 1975 Mitglied im Verband Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) ist.

Die von Oberzunftmeister Meinrad Birk geleitete Narrenzunft zählt rund 180 aktive und 300 passive Mitglieder. Hästräger sind die Schlappgreten, deren Zahl auf 50 beschränkt ist, 30 Pfifferli und 28 Moosgeister (für Jugendliche bis 16 Jahre) unter der Leitung des Moospfaffs. Für Farbe in der Fasent sorgen der Fanfarenumzug, die Mädchen der großen und der kleinen Garde, der Elferrat und die neun Ausscheller, eine sehr aktive Gruppe, die den Narrenbaum stellt und den Stadtkern mit unzähligen Puppen schmückt.
Wecken: In Oppenau beginnt die Fasent so richtig erst mit dem Schmutzigen Durschdig mit dem morgendlichen Wecken und dem abendlichen Hemdglunkerumzug. Dann folgen in diesem Jahr zwei bunte Abende. Am Fasentsundig schließen sich an die Narren-Messe in der katholischen Pfarrkirche, Fressgass, Kinderumzug, Narrentaufe und Oldie-Ball an.
Am Rosenmändig, einem der wichtigsten Tage, beginnt um 14.11 Uhr der große Umzug mit anschließendem buntem Treiben. Und dann gibt es in Oppenau noch etwas Besonderes: Die Fasent in Gestalt des Bachis wird nach alter Tradition erst am Aschermittwoch, abends um 19 Uhr, verbrannt.
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