Amelie Gaiser tauft neuen Segler auf „Stadt Oppenau“Förderung durch die Regionalstiftung der Sparkasse

Die Fliegergruppe Renchtal e.V. führte am ersten Mai das Fliegerfest im Fliegerheim in Ramsbach-Höfle durch. Highlight war die Flugzeugtaufe des nagelneuen Hochleistungsseglers DISCUS 2C auf den Namen „Stadt Oppenau“.

Karl Bähr (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Offenburg/Ortenau); Amelie Gaiser; Bürgermeister Uwe Gaiser; Ludwig Treier (Vorstand der Fliegergruppe Renchtal)

Am Vormittag, noch bei recht kühlem und bedecktem Wetter, begrüßte der erste Vorsitzende Ludwig Treier das Oppenauer Stadtoberhaupt Herr Uwe Gaiser mit seiner Frau Christine und Tochter Amelie. Weiterhin durfte er den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Offenburg/Ortenau Herr Karl Bähr sowie Ehenmitglied der Fliegergruppe Karl Thoma und Ehrenpräsident Egon Muschal begrüßen.
Anfangs erläuterte Ludwig Treier kurz die Strategie der Fliegergruppe den Flugzeugpark konsequent zu modernisieren. Derzeit sind ausschließlich Flugzeuge in leistungsfähiger Bauweise mit Faserverbundkunststoffen im Einsatz. Diese stammen alle von einem einzigen Hersteller und verfügen dazu auch über standardisierte Instrumentierung. So wurde zuletzt das einsitzige Segelflugzeug LS8, Baujahr 1999 im Frühjahr 2016 verkauft und der Kaufvertrag für den neuen Segler DISCUS 2 C unterzeichnet. Nach zwei langen Jahren Lieferzeit wurde nun das neue Segelflugzeug ausgeliefert und absolvierte an den vergangenen Wochenenden bereits sein ersten Starts in der Frühjahrsthermik überm Schwarzwald. Gleichzeitig wurde auch ein neuer Pkw-Anhänger beschafft und in Eigenleistung für den DISCUS 2C modifiziert.
„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem neuen Segler die Schulungen noch flexibler gestallten können und die Attraktivität des Vereines deutich erhöht haben“ so Treier.
Treier bedankte sich herzlichst bei allen Sponsoren und Förderen der Fliegergruppe.

Neuer Hochleistungssegler DISCUS 2C

Der neue Segler hat wahlweise 15m oder mit zusätzlichen Ansteckflächen 18Meter Spannweite. In den beiden Tragflächen kann der Pilot zusätzlich bis zu 120 Liter Wasserbalast laden, wodurch die Gleiteigenschaften nochmals verbessert und Gleitzahl 48 erreicht wird. Das bedeutet, dass der Segler in ruhiger Luft aus einem Meter Höhe ganze 48 Meter weit gleiten kann. Die überragenden Leistungeeigenschaften werden insbesondere durch hochentwickelte und sehr schlanke Tragflächen erzielt. Diese zeigen zu den Flügelenden hin mehrfache Trapezform und sind auch noch nach oben markant abgeknickt. Aussen befinden sich Winglets um den Luftwiderstand zu minimieren. Das ermöglicht gutes Steigen in der Thermik und optimales Gleiten bei hohen Geschwindigkeiten um große Strecken zu fliegen. Damit erreicht der DISCUS 2C neben der guten Gleitzahl 48 auch eine Höchstgeschwindigkeit von 280km/h.

Förderung durch Regionalstiftung der Sparkasse

Die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau unterstützte die Anschaffung des Segelflugzeuges. Den symbolischen Scheck überreichte Karl Bähr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender an den Vorstand der Fliegergruppe, Ludwig Treier. Karl Bähr würdigte besonders das ehrenamtliche Engagement in der Fliegergruppe Renchtal.
So sind nicht nur nur vier Fluglehrer tätig, sondern auch alle aktiven Mitglieder ermöglichen ehrenamtliche und somit kostengünstige Flugausbildung, setzen gemeinsame Projekte um und gestalten somit die Zunkunft des Luftsportes im Renchtal entscheidend mit. Derzeit werden drei Flugschüler zum Segelflug ausgebildet, zwei davon sind gerade mal 14 Jahre jung. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Oberkirch Herr Matthias Braun unterstütze die Regionalstiftung der Sparkasse in ihrer Förderung der Fliegergruppe.

Taufe auf den Namen „Stadt Oppenau“

Der Oppenauer Bürgermeister Herr Uwe Gaiser lobte die Bereicherung der Vereinslebens durch die Fliegergruppe - sie hat ihre Wurzel in Oppenau. Die Fliegergruppe Renchtal e.V. entstand 1976 aus der Fusion der Luftsportgruppen Oppenau und Oberkirch. Seit 1982 fliegen die Renchtäler als Gastgruppe in Freudenstadt-Musbach. Amelie, die junge Tochter des Bürgermeisters, taufte den Segler mit einer Sektdusche über das Cockpit auf den Namen „Stadt Oppenau“ und wünschte allzeit tolle Flüge sowie „Hals- und Beinbruch“. Der Schriftzug mitsamt rotem Stadtwappen ziert nun beidseitig den Cockpitbereich des eleganten Seglers und trägt den namen der Stadt Oppenau in die weite Welt hinaus.

Sonnenschein und Bewirtung in beheizten Fliegerhallen:

Gegen Mittag zeigte sich dann zunehmed die Sonne und zahlreiche Gäste infomierten sich an den beiden ausgestellten Segelflugzeugen über die Fliegerei. Die Piloten gaben bereitwillig und kompetent Auskunft. In den drei beheizten Hallen der Fliegerwerkstatt fanden Wanderer und Radfahrer eine Aufwärmung und ließen sich kulinarisch verwöhnen. Kurzvideos zeigt die Faszination Segelfliegen, die Chronik der Fliegerei im Renchtal und Interessantes rund um die Fliegerei. Der Flugsimulator im Original Cockpit eines Doppelsitzers, also mit echtem Steuerknüppel und Pedalen für Seitenruder flogen meist Jugendliche sehr realitätsnah durch die virtuelle Welt. Ein holbrige- oder gar Bruchlandung blieb dabei natürlich ohne ernsthafte Folgen.
Weitere Informationen unter www.fliegergruppe-renchtal.de.