WELTMÄDCHENTAG 2020

„ICH MACH MIR DIE WELT, WIE SIE MIR GEFÄLLT!“

Mädchen sind stark und können als aktive Bürgerinnen einen großen Beitrag leisten - wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können.
Jedes Jahr am 11. Oktober ist Weltmädchentag. Initiiert wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen (UNO). An diesem Tag wird weltweit auf die Belange von Mädchen auf der ganzen Welt, ihre oftmals schwierige Situation und die Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind, aufmerksam gemacht.
Um eine Verbesserung der Situation hervorzurufen, sollen die Rechte der Mädchen und jungen Frauen gestärkt werden. Forderungen sind unter anderem:

  • Gezielte Förderung von Mädchen und jungen Frauen durch Bildung
  • Bekämpfung der Zwangsehe
  • Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen
  • Konsequente Umsetzung von Anti-Diskriminierungsgesetzen
  • Keine Toleranz von Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Namen von Tradition oder Kultur.

Auch wir vom Oppenauer Mädchentreff im Chill setzen zusammen mit Susanne Droste, Urte Schmoll und Lara Meyer ein Zeichen für die Wahrnehmung der Rechte von Mädchen und jungen Frauen.
Deshalb wird es im Vorfeld zum Weltmädchentag verschiedene Online-Aktionen geben (Instagram @ju_ref_oppenau und Facebook Ju Ref Oppenau) und am Abend des 11. Oktober wird unser Rathaus wie im vergangenen Jahr pink erstrahlen.
Wer sich rund um den Weltmädchentag informieren möchte, kann dies an einer Infosäule am Rathaus gerne tun. Die Mädchen vom Mädchentreff im Chill haben dies gemeinsam gestaltet.

Deshalb finde ich den Weltmädchentag wichtig:

Uwe Gaiser, Bürgermeister

Der „Weltmädchentag“ ist ein von den Vereinten Nationen festgelegter Aktionstag, der in jedem Jahr am 11. Oktober auf die weltweite Benachteiligung von Mädchen hinweisen möchte und sich für eine mädchengerechtere Welt einsetzt.
Ein Blick auf die Lebenswirklichkeit vieler Mädchen liefert bedrückende Fakten:

In weiten Teilen der Welt sind Mädchen noch immer schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt: Gewalt und Ausbeutung, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Genitalbeschneidung und Zwangsheirat. Die Rechte der UN-Kinderrechtskonvention bestehen für sie nur auf dem Papier. Zudem wird ihnen oftmals der Zugang zu Bildung verwehrt.

Auch wenn Mädchen hierzulande unter anderen Lebensumständen heranwachsen als in vielen anderen Ländern, müssen wir auch in Deutschland weiter daran arbeiten, Mädchen ein selbstbestimmtes, chancengleiches und gewaltfreies Leben zu ermöglichen. Wir haben hierzulande zwar die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht, aber wir haben immer noch keine tatsächliche, alltägliche Gleichstellung.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ist immer noch zu niedrig. In den sogenannten MINT-Berufen sind Frauen unterrepräsentiert, obwohl junge Mädchen in den MINT-Fächern in der Schule gleichwertige Ergebnisse wie Jungen erzielen. Notwendig ist auch eine Aufwertung der erzieherischen, sozialen und pflegerischen Berufe, die traditionell hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden. Auch Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor in all ihren Formen weit verbreitet in Deutschland.
Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein universelles Menschenrecht.

Deshalb unterstütze ich die Aktionen zum Weltmädchentag, mit denen wir für alle Mädchen weltweit Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen, Recht auf Bildung und Freiheit sowie keine Toleranz gegenüber Gewalt einfordern.

Gerhard Rauscher, Fraktionssprecher UWO, 1. Stellvertretender Bürgermeister

Den Weltmädchentag finde ich sehr wichtig, weil eine Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern weder auf dem Papier noch in der Praxis existiert. Weltweit werden Frauen und Mädchen diskriminiert und Ihnen wird Gewalt in physischer und psychischer Form angetan, ohne dass die Verursacher hinreichend zur Rechenschaft gezogen werden. Ich arbeite dafür, dass diese Missstände verschwinden.

Klaus Schmiederer, Fraktionssprecher CDU

Ich unterstütze den Weltmädchentag sehr gerne, sowohl als Vater einer kleinen Tochter, als auch kommunalpolitisch mit der CDU-Fraktion und als lokaler Vereinsvertreter. Die Gleichberechtigung und gleichwertigen Rechte von Mädchen sollten in unserer heutigen Zeit eigentlich selbstverständlich sein – der Weltmädchentag lenkt die Aufmerksamkeit durch gezielte Aktionen darauf, dass dies aber weltweit noch ein weiter Weg ist:
 
Zwangsheirat, Gewalt, fehlende Gleichberechtigung und Bildungszugänge – oder auch mangelnde Berufsperspektiven – sind nur wenige Beispiele, die weiterhin über die Welt verteilt vorherrschen. Ich wünsche mir als Vater, dass – egal auf welchem Erdteil und in welcher Gesellschaft – Mädchen und junge Frauen gleiche Chancen und Rechte wahrnehmen können. Daher möchte ich mich bei den Organisatoren bedanken, dass wir auch lokal in Oppenau gezielt auf diese weltweit andauernden Missstände aufmerksam machen.
 
Ich halte es aber auch für wichtig, dass wir den Weltmädchentag dazu nutzen unserer Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und zu fragen, was wir selbst für die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Mädchen und jungen Frauen – in allen Lebensbereichen – tun können. Dazu gehört aus meiner Sicht Gewaltprävention, Vermeidung von Mobbing und Diskriminierung, aber auch unsere bereits vorhandenen sozialpädagogischen Bestrebungen in Oppenau, sowie Freizeit- und Betreuungsangebote, speziell für Mädchen. Junge Frauen brauchen darüber hinaus gleiche Chancen in der Ausbildung und im Berufsleben, das gilt für Karrierechancen wie auch für die gleichwertige Bezahlung.

Brunhilde Rauscher, 1. Vorsitzende Seniorenrat

Es gibt laute Mädchen und es gibt leise Mädchen. Es gibt Mädchen, die in einem privilegierten Umfeld aufwachsen und es gibt Mädchen, die in einem schwierigen Umfeld aufwachsen. Der Weltmädchentag ist für mich wichtig, um auf die Bedürfnisse der leisen und benachteiligten Mädchen aufmerksam zu machen. Es ist mir wichtig, dass diese Mädchen unterstützt und gefördert werden, damit sie einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft finden können.