Pfarrei Oppenau

Friedhofskapelle St. Johann auf dem Hügel

Erbaut 1464

Die ehemalige Pfarrkirche von 1464 über Dorf Oppenau

Von der früheren Pfarrkirche St. Johann Baptist auf dem Hügel blieb das Chorgebäude bestehen und dient nun als Kapelle. Im Museum werden das Taufbecken von 1600, die Glocke – 1667 von Melchior Edel in Straßburg gegossen – und zwei Tafeln mit den vierzehn Nothelfern präsentiert.

Chor der ehem. Pfarrkirche St Johann
Glocke von 1667 der ehem Pfarrkirche

Heiligenfiguren

Mehrere Holzstatuen sind zu bewundern:

St Johann Baptist - Skulptur 15. Jahrhundert

Maria – Schutzpatronin der Straßburger Diözese (das Münster Unserer Lieben Frau), von einem elsässischen Meister aus dem 15. Jahrhundert kunstvoll geschnitzt und schön bemalt.
St. Jakobus – diese Statue aus dem 19. Jahrhundert verweist wohl auf den Jakobsweg, der auch über Straßburg nach Santiago führt.
St. Johannes Baptist – die unbemalte Statue des Namenspatrons der Oppenauer Gemeinde stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Amts- / Rathaus

Kachelofen von 1617

Herrschaftlicher Komfort

Ein Kachelofen (1617) aus dem Amtshaus des Oppenauer Vogts zeigt, wie komfortabel man nach dem Wiederaufbau wohnte. Das Amtshaus fungierte auch als Unterkunft für den durchreisenden württembergischen Herzog und wurde später zum Gasthaus „Ochsen“.

Die Vierzehn Nothelfer

Votivtafeln in gotischer Malerei

Zwei Tafeln mit den 14 Nothelfern aus der früheren, 1464 erbauten Pfarrkirche.

Die Bilder sollen aus der gotischen Periode stammen, als die Anbetung der Nothelfer einen Höhepunkt erreichte.
 
Die Herkunft der Bildtafeln ist nicht bekannt, mit Sicherheit stammen sie jedoch aus dem süddeutschen Raum.
Da die Verehrung der vierzehn Nothelfer Ende des 15. Jahrhunderts von Regensburg aus forciert wurde, dürften die Tafeln über die aus dem Fränkischen stammende Geistlichkeit im Straßburger Bistum in die Oppenauer Pfarrei gekommen sein.
 

Somit könnten die in gotischem Malstil erstellten Tafeln aus jener Zeit stammen. Aber auf Grund des Schriftbildes vermuten einige, dass es sich eher um neo-gotische Bilder handelt, somit vielmehr dem 19. Jahrhundert zuzurechnen sind.

Über den Ursprung der Tafeln ist nichts vermerkt. Waren sie originär in St. Johann auf dem Hügel oder stammen sie aus der Auflösung eines der Klöster: Allerheiligen (Prämonstratenser) oder Oppenau (Kapuziner) oder gar aus der ehemaligen Stadtkapelle St. Sebastian, die alle anfangs des 19. Jahrhunderts aufgelöst wurden? – Oder aus anderer unbekannter Quelle?
Da seinerzeit das einfache Volk weder lesen noch schreiben konnte, wurden Heilige durch ein Attribut erkannt. So konnte der Gläubige seine Bitte an Jesus Christus an den richtigen Übermittler adressieren.

Tafel 1


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Tafel 2


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Ansprechpartner

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Andreas Huber
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