Handwerk, Zünfte, Industrie

Badebetrieb im Renchtal

Lithographien zu Bad Perterstal-Griesbach und Bad Antogast

Bad Griesbach im 18. Jahrhundert

Badetourismus schon vor 1600 nachgewiesen

Eine Bildergalerie mit Lithografien aus der Frühzeit der Renchtäler Badeorte Peterstal – Griesbach – Antogast schildert das mondäne Badeleben, aber auch alte Bücher beschreiben den Nutzen einer Badekur.


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Merian schreibt über die Bäder im Renchtal
Merian zeigt die Bäder im Renchtal

Schon Merian wirbt für Oppenau und das Renchtal

Ein Auszug aus dem Merianführer aus dem Jahr 1663 - Kapitel Elsass! - erläutert die Heilwirkung der Mineralwasser (Sauerbrunnen) bei innerlicher und äußerlicher Anwendung.
Zitat:
Dienet vor allerley Flüß deß Hauptes / der Augen / und anderer Glieder deß
Leibs. Kommen zu hülff dem Zipperlin / und der Gliedsucht: Eröffnen die Verstopffung der Leber / des Miltzes / der Lungen / Lufftröhren / und der Nieren / und machen weit umb die Brust / verhüten vor der Lungen- und Schwindsucht.

Oppenauer Gesamtzunft

Gemeinsam ist man stark - diese Handwerker schlossen sich 1738 zusammen, ihre Zunftwappen sind wie folgt angeordnet:
           Zimmerer
Töpfer                     Metzger        
Nagelschmiede        Ziegler     
           Schlosser    
Maurer                    Bergleute
           Schreiner

Wappen Gesamtzünfte von Oppenau 1738

Gesamtzunft mit Schwerpunkt Baugewerbe

Die Mehrzahl der Berufe steht dem Baugewerbe nahe, die Töpfer und Metzger arbeiten eher für den täglichen Bedarf. Die Bergleute mussten sich wohl einem starken Verbund anschlißen?
Das badische Wappen auf dem Gehäusedeckel wurde erst später - nach 1803 - eingezeichnet, denn 1738 war Oppenau fürstbischöflich-straßburgisch und die elsässischen Farben waren damals - bei gleicher diagonaler Anordnung - ROT-WEISS-ROT.

Geschirr

Eine große Sammlung von Gebrauchsgeschirr aus nah - Zell am Harmersbach - und fern - Lothringen - lässt erahnen, wie man an Festtagen speiste.


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Musik

Man spielte selbst - in der Kapelle - im Verein oder ließ sich aus der Konserve berieseln.


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Steingutfabrik Oppenau

Im Großherzogtum Baden wurde im 19. Jh. in der im mittleren Schwarzwald gelegenen Stadt Oppenau eine Krugfabrik zur Herstellung von Gebrauchskeramik, Mineralwasserflaschen sowie technischer Keramik aus Steinzeug gegründet. Die Existenz dieser Fabrik im Zeitraum zwischen 1824-1878/80 und ihre Geschichte sind mittlerweile weitestgehend in Vergessenheit geraten. Durch die Einsichtnahme in Akten sowie die Auswertung von Beschreibungen der Krugfabrik in zeitgenössischen schriftlichen Quellen konnten punktuell Einblicke in die Historie diese Unternehmens gewonnen werden. Werkstattabfälle der Fabrik und die mit einer Marke versehenen Gefäße geben erste Hinweise auf das in Oppenau hergestellte keramische Sortiment.


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Information im Internet

Die Archäologin Dr. Eva Blanc hat nach umfangreichen Recherchen einen ausführlichen Bericht über die hiesige Steingutfabrik erstellt. Sie beschreibt die Entwicklung der Produktpalette von einfachen Gegenständen zu prämierten technischen Qualitätsprodukten und die dahinterstehenden Herstellerfamilien, aber auch den Niedergang und das Ende der Fabrik.
Den vollständigen Text können Sie hier betrachten:
Die Geschichte der Oppenauer Steingutfabrik lesen Sie hier (5,9 MiB).
Eine ausführliche Dokumentation der Exponate gibt Ihnen einen Eindruck, welche produkte gefertigt wurden. Lesen Sie hier (16,6 MiB).

Werkzeuge der hiesigen Handwerker

Viele Handwerker waren in der Holzbearbeitung tätig, aber auch andere Werkzeuge sind hier im Mueseum angesammelt worden.


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Zunftwesen in Oppenau

Nach Auflösung der Zünfte kamen etliche Zunftwappen und Unterlagen in den Besitz der Gemeinde, die sie an das Museum weitergab.


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Ansprechpartner

Heimatmuseum

Andreas Huber
Rathausplatz 1
77728 Oppenau
Tel.: 07804/48-20
Fax: 07804/48-22
Kontakt per E-Mail

Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum ist von April bis Oktober jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Weitere Termine gerne jederzeit auf Anfrage beim Kulturbüro (07804/4837).